Vorstellung unseres neuen Mitarbeiters Axel Theis

Im Mai hat die Krebsberatungsstelle IGEL e.V. in Barnstorf Verstärkung bekommen. Axel Theis ist Diplom-Psychologe und bringt Erfahrungen aus der Arbeit in der Lebensberatung der Diakonie und dem Psychoonkologischen Klinikdienst mit. Das Beratungsteam ist nun zu dritt.
In seiner Arbeit in der Beratungsstelle kümmert sich Herr Theis im Rahmen des Projekts „Familien stärken“ besonders um die Belange von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern von einer Krebsdiagnose betroffen sind.

Axel Theis: „Mit dieser Situation umzugehen ist keine leichte Aufgabe für die ganze Familie. Kinder jeden Alters merken schnell, wenn etwas nicht stimmt und leiden mit. Wir möchten mit unserem Angebot unterstützende Bedingungen dafür schaffen, dass Eltern mit Ihren Kindern gut darüber sprechen können, was in der Familie passiert.“
Die Beratungsstelle bietet als Hilfestellung nicht nur viele Informationen zum Thema Krebs, sondern auch Räume und Zeit für Gespräche, sowohl für die betroffenen Erkrankten als auch die Angehörigen.
Wenn man mehr wissen möchte oder unsicher ist, ob das Angebot überhaupt passend ist, kann man einen Probetermin vereinbaren und eine Beraterin oder einen Berater kennenlernen. Die Gespräche sind vertraulich und für die Ratsuchenden kostenlos.




           

Weltkrebstag – 4. Februar 2018

Das Motto des Weltkrebstages 2018
“Wir können. Ich kann.”
Die Weltkrebsorganisation UICC hebt mit dem diesjährigen Motto hervorheben, dass jeder sich dem Kampf gegen Krebs anschließen kann und betont, dass wir gemeinsam am meisten erreichen.

Krebsprävention

Eine gesunde Ernährung, Nichtrauchen, sich regelmäßig körperlich bewegen, gemäßigter Alkoholkonsum und der bedachte Umgang mit UV-Strahlen – das sind die besten Möglichkeiten, um Krebs vorzubeugen. Jeden einzelnen möchte die Gesundheitsorganisation motivieren, diese Lösungen, welche in unmittelbarer Reichweite liegen, zu ergreifen. Insbesondere soll hierbei hervorgehoben werden, dass jeder sich engagieren kann, ob als Einzelperson oder als Gruppe. Außerdem fordert die Organisation auf, die “Wir können. Ich kann.” Botschaft in sozialen Medien zu teilen. Interessierte können hier mehr erfahren: www.worldcancerday.org/SignsforChange


Ausräumen von nach wie vor bestehenden Wissensdefiziten über Krebs:

Welcher Nutzen hat ein gesunder Lebensstil? Welche modernen Ansätze der Diagnose und Behandlung von Krebs wurden entwickelt?
Thematisiert wurden die vier wichtigen Bereiche Krebsprävention, Krebsfrüherkennung, Entwicklung neuer Versorgungsstrategien und Verbesserung der Lebensqualität Betroffener
Krebsprävention

Krebs früh erkennen

Je früher eine Krebserkrankung entdeckt und behandelt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung. Die Krebs-Früherkennungsuntersuchungen haben dieses Ziel: Tumore möglichst in frühen Stadien ihrer Entwicklung aufspüren. Denn früh erkannt lassen sie sich nicht nur erfolgreicher, sondern oft auch schonender behandeln.

Jeden Krebspatienten optimal versorgen

Jedem Betroffenen, soll eine optimale Versorgung nach modernsten Standards zur Verfügung stehen, unabhängig von Faktoren, wie etwa dem Wohnort oder dem sozialen Hintergrund. Ein flächendeckendes Netzwerk von Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland schaffen – das ist das Ziel, dass die Deutsche Krebshilfe aus diesem Grund mit einem strategisch angelegten Förderprogramm verfolgt. 13 Spitzenzentren umfasst das Netzwerk, in denen Forscher und Mediziner gemeinsam daran arbeiten, die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern.

Lebensqualtität erhöhen

Die Diagnose Krebs betrifft nicht nur den Körper, auch die Seele leidet. Die neue Lebenssituation löst oft Hilflosigkeit und Verunsicherung aus. Wo kann ich mich behandeln lassen? Gibt es alternative Therapiemöglichkeiten? Welche Erfahrungen haben andere Betroffene gemacht? Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse?

Quelle: Dt. Krebshilfe

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zu Besuch

Am 08.08.2017 war der normale Betrieb im IGEL e.V. eingestellt, denn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe besuchte das Mehrgenerationenhaus – für alle MitarbeiterInnen kein alltägliches Ereignis. Der Besuch beinhaltete die generelle Vorstellung des IGEL e.V. und die dazugehörigen Projekte, und außerdem eine Führung durch das Gebäude des IGEL e.V.. Diese beinhaltete die Krippe Igelbande, den offenen Treff, die Selbsthilfekontaktstelle und endete schließlich in der Krebsberatungsstelle, welche das zentrale Thema dieses Besuchs war. In der Vergangenheit bestand sehr viel Ungewissheit über die Zukunft und speziell die Finanzierung der Krebsberatungsstelle, was unter unseren Mitarbeiterinnen zu sehr großer Verunsicherung, Frustration und auch Kündigungen führte.Die Deutsche Krebshilfe hat nun bereits eine weitere Förderperiode für 2018 zugesagt, damit die Zukunft jedoch auf Dauer gesichert ist und das Arbeiten in der Krebsberatungsstelle nicht durch finanzielle Sorgen gestört wird, muss eine gesetzliche Regelfinanzierung geschaffen werden.




Hermann Gröhe im Gespräch mit Jennifer Hamade


Dies war auch die eindringliche Bitte, die Wilfried Heitmann, Vorstandsmitglied des IGEL e.V., dem Bundesgesundheitsminister stellte: „Schaffen sie die notwendige, gesetzliche Finanzierung und sichern Sie für mindestens acht Millionen Betroffene den niedrigschwelligen Zugang zu einer schnellen und unbürokratischen Unterstützung“.
Zu unserer großen Erleichterung fand Herr Gröhe klare Worte, versprach diese Bitte zu erfüllen und äußerte seine Überzeugung, dass eine Regelfinanzierung ab 2019 unbedingt notwendig sei. Gerade zur Unterstützung von Langzeitüberlebenden, die aufgrund verbesserter Krebstherapien stetig steigen, sind psychosoziale Beratungsstellen nicht mehr wegzudenken. Des Weiteren seien schon die ersten Schritte eingeleitet um den Weg zur Regelfinanzierung zu sichern und er versicherte außerdem das dies auch in Bezug auf die anstehende Bundestagswahl gültig wäre, da sich die Parteien über die Notwendigkeit einer Regelfinanzierung einig wären. Ein erfolgreicher Besuch also – auch wenn aufgrund des begrenzten Zeitrahmens nicht jeder letzte Zweifel geklärt werden konnte, sind wir doch sehr zufrieden über die klaren Aussagen der Politik und hoffen nun ungehindert unsere essentielle Beratungsarbeit fortzusetzen.



Positionspapier

Die Deutsche Krebshilfe e.V. und die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. haben im Juli 2012 ein Positionspapier an den ehemaligen Bundesminister für Gesundheit, Herrn Daniel Bahr, gerichtet. Dieses Positionspapier soll zur Sicherung und Weiterentwicklung der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen beitragen. Das Ziel ist die Festigung der Finanzierung und somit eine Übernahme in die Regelversorgung. Näheres lesen Sie bitte unter folgendem Link.

Psychosoziale Krebsberatungsstelle

IGEL e.V.

Die Krebsberatungsstelle wird von der Deutschen Krebshilfe e.V. bis 2018 gefördert. Sie arbeitet qualitätsgesichert nach den AWMF-
Leitlinien. Im Netzwerk der geförderten 20 Krebsberatungsstellen wird an der Implementierung der qualitätsgesicherten ambulanten psychosozialen Krebsberatung und an der Umsetzung des Nationalen Krebsplans (Ziel 9 Handlungsfeld 2) gearbeitet.